Do

13

Mär

2014

Jot Touch V4 und Jot Script - zwei neue Hightech-Stifte von Adonit getestet


Vor einiger Zeit hatten wir schon über einen neuartigen, kapazitiven Eingabestift berichtet, der sich vor allem durch seine besondere Spitze von herkömmlichen Stiften unterscheidet.

 

Als technische Weiterentwicklungen dieses Konzepts möchte ich nur zwei interessante Produkte des Herstellers Adonit vorstellen:

Der Jot Touch 4 verfügt neben der duchsichtigen Scheibe über eine drucksensitive Spitze, zwei Funktionsbuttons (Rückgängig und Wiederherstellen), sowie einen Handballenschutz. Diese Funktionen werden über eine Bluetoothverbindung zwischen iPad und dem Stift realisiert.

 

Der zweite Stift nennt sich Jot Script, ebenfalls vom Hersteller Adonit. Auch er wird per Bluetooth mit dem iPad gekoppelt, um einen Handballenschutz zu realisieren. Die Zusatzfunktionen der Taste und die Drucksensitivität hat er nicht, dafür aber eine ganz neuartige, dünne Spitze, die der eines normalen Kugschreibers ähnelt. Er verfügt über eine wechselbare AAA Batterie, im Gegensatz dazu hat der Jot Touch einen fest verbauten Akku, an dessen Lebensende der Stift nicht mehr verwendet werden kann.

 

Zur praktischen Anwendung:

Bei beiden Stiften sieht man genau, wo die Spitze auf dem Tablet aufgesetzt wird, beim Script, weil die Spitze sehr dünn ist, beim Jot Touch weil die Scheibe durchsichtig ist. Der Jot Touch schreibt in unseren Tests aber erheblich präziser. Die dünne und recht harte Spitze des Script gleitet leichter und gibt weniger Kontrolle. Zudem gibt es beim Schreiben immer wieder Aussetzer, schräge Linien werden extrem wellig, vor allem wenn man langsam schreibt oder zeichnet.  Die Spitze des Script hat den Vorteil, dass sie stabil ist und nicht verloren gehen kann, was beim Jot Toch durch mit den kleinen Scheiben schon mal passieren kann. Der Jot Script kann daher auf einen Verschlussdeckel verzichten.

 

Die Vorteile des Jot Touch 4 liegen auch in den Zusatzfunktionen. Man gewöhnt sich sehr schnell, über die Funktionstaste "Rückgänig" Korrekturen zu machen, wenn man sich verschrieben hat. Das Verwenden des virtuellen Radiergummies fällt somit weg. Der Jot Touch 4 schreibt erheblich genauer und fehlerfreier als der Jot Script

 

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nur der Jot Touch für den Einsatz am iPad geeignet ist, voraussgesetzt man verwendet Apps, den Stift unterstütuen (z.B. Goodnotes). Laut Hersteller sollen die Fehler des Jot Script duch Software nachgebessert werden, was aber schon vor einigen Monaten versprochen wurde. 

 

Hier noch einmal die Vorteile und Nachteile der Stifte im Überblick

 

Jot Touch V4:

 

+ Drucksensitive Spitze für verschiedene Strichdicken

+ programmierbare Funktionstasten

+ USB Ladegestick für Akku

+ präziseres Schreiben und besseres Schreibgefühl (subjektiv), dadurch etwas genaueres Schriftbild

- empfindliche Spitze, leicht zu verlierende Scheiben

- kein wechselbarer Akku

 

Jot Script

 

+ dünne, stabile Spitze

+ wechselbarer Akku

 

- ständige Aussetzer bei Schreiben

- sehr unpräzises Schreiben, da diagonale Linien wellig werden

 

Einige Interessante Videos zum Jot Script finden sich bei Youtube von

Aurelien Chevaleyrias

 

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